Pädagogisches Konzept

Unserer Kindertageseinrichtung liegt das Leitbild der Arbeiterwohlfahrt sowie der Bildungs- und Erziehungsplan des Fachverbands für Kinder- und Jugendhilfe der AWO im Bezirk Mittelrhein e. V. zugrunde. Ergänzt werden sie durch unsere pädagogischen Standards und unseren einrichtungsinternen Bildungs- und Erziehungsplan.

Es gibt zwei pädagogische Ansätze, die wir schwerpunktmäßig in unsere Arbeit mit den Kindern einfließen lassen.

Der situationsorientierte Ansatz
Die Lebensbereiche der Kinder und ihres Umfeldes vergegenwärtigen.
Situationsorientiert zu arbeiten heißt für uns, die Lebenssituation jedes Kindes in den Mittelpunkt zu stellen, so dass individuelle Lebenssituationen zu Lernsituationen werden.

Sammlung von Situationen/Themen
Mit der Fragestellung "Womit beschäftigt sich das Kind?" und der Auswertung der Situationsanalysen versuchen wir, das Verstehen des gezeigten Verhaltens, z. B. durch Erzählungen, Spielhandlungen oder Kinderzeichnungen, zum Ausgangspunkt des Lernens zu machen.

Auswahl von Situationen/Themen
Es werden die Situationen/Themen aufgegriffen, die zurzeit aktuell und von besonderem Interesse für die Kinder sind. Dadurch werden die Selbstständigkeit, das Selbstbewusstsein und die Kompetenzen der Kinder weiter aufgebaut und entwickelt.

Planung eines Projektes/Themas
Es werden also Projekte/Themen geplant, die sich aus den Lebensumständen der Kinder ergeben und für einen bestimmten Zeitraum zur Grundlage der pädagogischen Praxis gemacht werden.

Durchführung eines Projektes/Themas
Der situationsorientierte Ansatz beinhaltet aber noch mehr. Er stellt nicht nur eine Arbeitsmethode dar, sondern kennzeichnet eine Einstellung, eine Haltung gegenüber den Kindern. Situationsorientiert zu arbeiten heißt, die Kinder ernst bzw. anzunehmen, partnerschaftlich miteinander umzugehen und gleichberechtigt miteinander zu kommunizieren. Die Projektangebote werden für die Kinder so offen und flexibel wie möglich gehalten, damit die Kinder ihre Schwerpunkte selber wählen können. Kein Kind wird gezwungen an einer Aktivität teilzunehmen.

Der kindzentrierte Ansatz
Der zentrale Stellenwert in der Kindergartenpädagogik kommt der Spielförderung zu. Spiel ist die quantitative und qualitative Haupttätigkeit des drei- bis sechsjährigen Kindes, und der Kindergarten als sein Lebensraum muss darauf bezogen sein. Spieltechniken erwirbt man nur durch Spielen, d. h. der Kindergarten muss einen Rahmen bereitstellen, in dem eine Weiterentwicklung möglich ist.

Jedes Kind hat, bevor es das erste Mal in den Kindergarten kommt, bereits eine Beziehungsgeschichte in der eigenen Familie erfahren. Diese steuert dann auch die Erwartungen, die das Kind an die Erzieherinnen und anderen Kinder hat.

Deshalb gilt es, täglich ein Geschehen in Gang zu setzen, das jedem einzelnen Kind das Maß an Alleinsein und Kontakt, Freundschaft und Auseinandersetzung, Nähe zu Kindern und Erwachsenen, Passivität und Aktivität gibt, das es zu einer gesunden Entwicklung benötigt. Die pädagogischen MitarbeiterInnen haben die Aufgabe, sich auf die Unterschiedlichkeit kindlicher Erwartungen einzustellen und die Veränderungen kindlicher Bedürfnisse im Verlauf der Kindergartenzeit zu erkennen.

Jeder Gruppenraum sollte so gestaltet sein, dass sich die Persönlichkeit und die Schwerpunkte der Kinder und MitarbeiterInnen darin widerspiegeln. Die Kinder sollen die Möglichkeit haben, die gesamte Kindergartenfläche zu nutzen. Jedes Kind kann mitentscheiden, ob es im Flur, im Gruppenraum oder auf dem Außengelände spielen möchte.