Pädagogisches Konzept

Unserer Kindertageseinrichtung liegt das Leitbild der Arbeiterwohlfahrt sowie der Bildungs- und Erziehungsplan des Fachverbands für Kinder- und Jugendhilfe der AWO im Bezirk Mittelrhein e. V. zugrunde. Ergänzt werden sie durch unsere pädagogischen Standards und unseren einrichtungsinternen Bildungs- und Erziehungsplan.

Die Entwicklung der Persönlichkeit des Kindes ist unser wichtigstes Ziel. Wir stellen einen Rahmen für das einzelne Kind zur Verfügung, in dem es sich optimal in seiner emotionalen, sozialen, motorischen und kognitiven Entwicklung entfalten kann. Eine ganzheitliche Förderung bedeutet für uns immer eine individuelle Förderung.

Wir arbeiten hierbei nach dem situationsorientierten Ansatz. Das bedeutet, dass das Kind mit seiner Welt und seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht. Die Arbeit richtet sich also danach, was das einzelne Kind zu seiner Entwicklung und optimalen Förderung benötigt.

Jedes Kind hat Stärken und Schwächen. Dabei gehen wir immer von den Stärken eines Kindes aus und setzten dort mit unserer Unterstützung an, sodass vermeintliche Schwächen abgebaut werden. Durch das qualifizierte Beobachtungssystem „Leuvener Engagiertheitsskala“ stellen wir den Entwicklungsstand hinsichtlich aller Bildungsbereiche und Kompetenzen jedes einzelnen Kindes mindestens zweimal jährlich fest und planen danach Unterstützungsmöglichkeiten für die Kinder. Die sprachliche Entwicklung der Kinder erfassen wir durch die gesonderten Beobachtungsbögen „Sismik“, „Seldak“ und „Liseb“.

In unserer Einrichtung werden die Kinder angelehnt an das Berliner Eingewöhnungsmodell eingewöhnt. Ziel des Modells ist es, in Kooperation mit den Eltern, dem Kind unter dem Schutz einer Bindungsperson das Vertraut werden mit der neuen Umgebung und den Aufbau einer Bindungsbeziehung zur Erzieherin zu ermöglichen. Abgeschlossen ist die Eingewöhnung, wenn die Erzieherin als sichere Basis vom Kind akzeptiert wird und das Kind sich von ihr trösten lässt.

Ein Schwerpunkt unserer täglichen Arbeit ist die Beteiligung der Kinder (Partizipation). „Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsame Lösungen für Probleme zu finden“ (Schröder 1995, S.14). So ermöglichen Kinderkonferenzen zu unterschiedlichen Themen (z.B. Mittagessen, Feste und Feiern, Raumgestaltung) den Kindern sich als aktiv Handelnde zu erleben, eigene Entscheidungen zu treffen und die Folgen des eigenen Handelns zu erfahren. Wir lassen den Kindern Freiräume, regen die Lernfreude an und wecken Interesse an der Umwelt durch Freispiel, Kreativität und Experimente.

Das teiloffene Arbeiten in unserer Einrichtung zeigt sich beispielsweise in der räumlichen Freiheit der Kinder. Sie sind nicht nur auf ihre Gruppe und die entsprechenden Gruppenräume beschränkt, sondern genießen eine Vielfalt von Spielflächen und Rückzugsmöglichkeiten (z. B. im Flurbereich, im Bewegungsraum, in den anderen Gruppen oder auf dem Außengelände). Dies ermöglicht ihnen, ohne die direkte Kontrolle der pädagogischen Mitarbeiter/innen, die sozialen Kontakt zu anderen Kindern zu erweitern, sowie ihre Selbstständigkeit und das Selbstvertrauen zu stärken.